Das 3. Quartal 2017


Liebe Freunde unserer Veranstaltungen

Wir wollen hoffen, dass der Sommer es sich noch anders überlegt und wenigstens an unseren Führungen trockenes Wetter bereit hält. In diesem Quartal sind wir überwiegend draußen unterwegs. Auch für Neu-Moabiter ist wieder etwas dabei.

  • Im Juli machen wir einen Ausflug nach Schwanenwerder.
  • Im August gibt es Neues aus dem Kiez: Die Lehrter Straße im Wandel der Zeit.
  • Im September fahren wir nach Kloster Zinna und Jüterbog.

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen im Juli und August erheben wir jeweils eine Kostenpauschale von 6 € für Nicht-Mitglieder, Mitglieder zahlen 5 €.
Die Tagesexkursion kostet 35 €.
Der Verein haftet nicht für Unfälle oder sonstige Schäden während der Veranstaltung und auf dem Hin- und Rückweg.

Die Teilnehmerzahl ist zum Teil begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.
Im Verhinderungsfall bitten wir um rechtzeitige Absage.

Telefonische Anmeldung: 030 223 420 90 oder 030 939 533 55 (Weiterschaltung)
Anmeldung per e-mail


Sie können hier unser aktuelles Programm herunter laden: Flyer-Download

Sonnabend, 22. Juli 2017
15:00 Uhr

Insel
Schwanenwerder

Schwanenwerder liegt im Ortsteil Nikolassee des Bezirks Steglitz-Zehlendorf in der Havel am Ausgang des Großen Wannsees und ist über eine Brücke mit dem Ufer verbunden. Sie ist fast komplett mit Villen und Einfamilienhäusern bebaut und wird durch die Inselstraße erschlossen.
Die rund 250.000 m² große Insel wurde 1704 als „Der Sandtwerder” erstmals erwähnt, woran seit 1933 die am Ostufer des Wannsees liegende Straße Am Sandwerder erinnert.
Im Jahr 1882 erwarb der Lampenfabrikant Wilhelm Wessel Schwanenwerder, ließ eine Brücke nebst der schlingenförmig angelegten Erschließungsstraße errichten und parzellierte die Insel für den Verkauf. Das erste Gebäude auf der Insel, die Villa Schwanenhof der Familie Wessel im Inselinneren, ist bis heute erhalten.
Als Schwanenwerder - Chronist gilt der auf der Insel aufgewachsene und dort lebende ehemalige Berliner Polizeipräsident Georg Schertz, unser Vereinsmitglied, der sich freundlicherweise bereit erklärt hat, uns während einer Führung die wechselvolle Geschichte der Insel zu erläutern.

Bitte Anmeldung und falls erforderlich auch Abmeldung unter den Nummern
030 223 420 90 oder 030 939 533 55 (Weiterschaltung)


Treffpunkt:
Inselstraße. 2,
14129 Berlin-Schwanenwerder

Ab S-Bahnhof Nikolassee mit dem Bus 312 bis Strandbad Wannsee, dann ca. 1km Fußweg.

Sonnabend, 26. August 2017
14:00 Uhr

Die
Lehrter
Straße

Die Lehrter Straße hat sich immer wieder verwandelt, ihre Geschichte lässt sich noch heute an vielen Details ablesen. Das Zellengefängnis als preußische Musterstrafanstalt lebt z.B. im Geschichtspark weiter. Die Heeresfleischerei und spätere Keksfabrik wurde nach 17 Jahren Leerstand vor mehr als 25 Jahren zur Kulturfabrik.
Um 1900 gab es u.a. das Bahnbetriebswerk, viele Mietskasernen, ferner überall Ladengeschäfte, Handwerker in Remisen und jede Menge Kneipen. Hätten Adolf Hitler und Albert Speer ihre Germania-Pläne verwirklichen können, wäre die Lehrter Straße in ein riesiges Wasserbecken gefallen. Ab den 1960er Jahren wurde die Westtangente als Stadtautobahn geplant. Die Straße war in Mauerrandlage gerückt, die Häuser verfielen und wurden Heimat für ein buntes Völkchen. Nach der Eröffnung des Hauptbahnhofs 2006 setzte ein weiterer Schub der Umwandlung ein: U.a. verwandelt der Neubau der Groth Gruppe 34 Gärten, etliche Kleingewerbe und eine weite wilde Grünfläche in 1.053 neue Wohnungen.
Wir spazieren mit Frau Susanne Torka, die hier seit 1981 wohnt und sich im B-Laden, einem kleinen Nachbarschaftsladen, engagiert, mit offenen Augen durch die Straße, hören Geschichten, stellen Fragen und beenden den Gang im neu eröffneten Restaurant des Hotels Rossi in der Botschaft für Kinder des SOS-Kinderdorfs.


Treffpunkt:
Lehrter Ecke Perleberger Straße
10557 Berlin

Sonnabend, 9. September 2017
8:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Kloster Zinna
und
Jüterbog

2017 ist das Jahr des Reformationsjubiläums. Unseren Beitrag hierzu bieten wir Ihnen mit der Exkursion in den brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming nach Jüterbog ca. 60 km südlich von Berlin.
Erste Station ist das frühere Zisterzienser-Kloster Zinna, das 1170 durch den Erzbischof von Magdeburg (11521192) gegründet wurde. Das Kloster kam im Mittelalter zu wirtschaftlicher Blüte und wurde so wohlhabend, dass es größter Kreditgeber der Markgrafen war. Nach einem längeren Zerfallsprozess endete das mönchische Leben hier 1553 infolge der Reformation. Im Jahr 1764 veranlasste Friedrich der Große auf dem Klostergebiet die Gründung einer Stadt, die seit 1902 den Namen Kloster Zinna trug und ihn als Ortsteil von Jüterbog weiterhin trägt.
Am Nachmittag lernen wir bei einem ausgedehnten geführten Rundgang die 1007 erstmals als „Jutriboc” erwähnte Kleinstadt Jüterbog mit ihrer Geschichte, ihren Bauwerken und ihren Bezügen zur Reformation näher kennen.
Die verbleibende Zeit des Nachmittags können Sie schließlich z.B. bei dem Stadtfest „Tetzel kommt”, beim Klosterfest, in der gerade eröffneten Sonderausstellung „Tetzel – Ablass – Fegefeuer” oder einfach bei einem Kaffee verbringen.

Verbindliche Anmeldung bis zum 1. September 2017 unter den Nummern
030 223 420 90 oder 030 939 533 55 (Weiterschaltung)
Kostenbeitrag: 35 €

Abfahrt:
Rathaus Tiergarten
Jonas- Ecke Turmstraße
10551 Berlin
Aktualisiert am 30.06.2017
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